Wer nach der Besetzung von Lucifer sucht, findet schnell heraus: Die Serie lebt nicht nur von ihrer ungewöhnlichen Prämisse, sondern vor allem von einem präzise aufgestellten Ensemble. Jede Figur hat ein klar definiertes Profil, und die Chemie zwischen den Darstellern trägt die Serie über sechs Staffeln und 93 Episoden hinweg. Was 2016 auf dem US-Sender Fox startete und nach einer Absetzung von Netflix weitergeführt und 2021 abgeschlossen wurde, gilt heute als eines der prägnantesten Beispiele für eine gelungene Mischung aus Krimi, Fantasy und Charakterdrama.
Kurzzusammenfassung
- Tom Ellis spielt in allen sechs Staffeln die Hauptrolle des Lucifer Morningstar und prägt die Serie mit seiner charismatischen Darstellung des gefallenen Engels maßgeblich.
- Die Besetzung von Lucifer umfasst ein Ensemble aus über einem Dutzend wiederkehrender Charaktere, darunter Lauren German als Detective Chloe Decker und D. B. Woodside als Engel Amenadiel.
- Alle 93 Episoden der abgeschlossenen US-Fantasyserie sind heute in Deutschland vollständig bei Netflix abrufbar.
Hauptbesetzung: Die tragenden Figuren der Serie
Tom Ellis als Lucifer Morningstar ist die Seele der ganzen Produktion. Der britische Schauspieler verkörpert den Herrscher der Hölle, der des ewigen Strafens müde wird und sich nach Los Angeles absetzt, um dort den Nachtclub Lux zu betreiben. Ellis spielt die Figur mit einer Leichtigkeit, die ihren inneren Widerspruch – göttliche Macht, menschliche Neugier – stets spürbar macht. Ab den späteren Staffeln übernimmt er zusätzlich die Rolle von Lucifers Zwillingsbruder Michael, was ihm die seltene Gelegenheit gibt, zwei grundverschiedene Charaktere innerhalb derselben Serie zu spielen.
Lauren German spielt Detective Chloe Decker, die Ermittlerin des LAPD, mit der Lucifer als ziviler Berater zusammenarbeitet. Ihre Figur ist das menschliche Gegenstück zum unsterblichen Protagonisten: skeptisch, pragmatisch, geerdet. Die langsam wachsende Beziehung zwischen Chloe und Lucifer bildet den emotionalen Kern der Handlung über alle Staffeln hinweg.
D. B. Woodside als Engel Amenadiel, Lucifers älterer Bruder, bringt die himmlische Perspektive ins Spiel. Seine Figur entwickelt sich von einer antagonistischen Kraft zur komplexen Vaterfigur und moralischen Instanz – eine der stärksten Charakterreisen der gesamten Serie.
Lesley-Ann Brandt verkörpert Mazikeen, kurz Maze, Lucifers dämonische Vertraute und Barkeeperin im Lux. Maze ist eine der faszinierendsten Nebenfiguren: brutal, loyal und auf eine eigenwillige Art verletzlich. Brandt gibt der Figur eine körperliche Präsenz, die weit über typische TV-Dämonenrollen hinausgeht.
Rachael Harris als Therapeutin Dr. Linda Martin fügt dem Ensemble eine wichtige emotionale Reflexionsfläche hinzu. Was als satirische Prämisse beginnt – Lucifer geht zur Therapie – entwickelt sich zu einer der warmherzigsten Freundschaftsgeschichten der Serie.
Kevin Alejandro spielt Detective Dan Espinoza, Chloes Ex-Mann und Kollege beim LAPD. Seine Figur navigiert zwischen Frustration, Komik und echtem Herzschmerz – und liefert in den späteren Staffeln einige der überraschend emotionalen Momente.
Aimee Garcia als forensische Wissenschaftlerin Ella Lopez stößt ab Staffel 2 zum Team. Ella ist warmherzig, religiös und humorvoll – und funktioniert als lebendiger Kontrapunkt zur übernatürlichen Schwere der anderen Figuren.
Scarlett Estevez spielt Trixie, Chloes Tochter, und ist trotz ihrer Jugend weit mehr als eine Randfigur. Ihre unkomplizierte Zuneigung zu Lucifer gehört zu den stillen Stärken der Serie.
Wiederkehrende Charaktere und staffelspezifische Ergänzungen
Neben dem Stammensemble bereichern mehrere Figuren die Serie in bestimmten Staffeln besonders stark. Tricia Helfer tritt ab Staffel 2 als Charlotte Richards auf – eine Figur, in deren Körper die Göttin der Schöpfung, Lucifers Mutter, vorübergehend Zuflucht findet. Die Doppelnatur der Rolle stellt Helfer vor eine der anspruchsvollsten darstellerischen Aufgaben der Serie.
Tom Welling, bekannt aus der Superman-Serie Smallville, erscheint in Staffel 3 als Marcus Pierce, der sich als der biblische Kain herausstellt. Inbar Lavi bringt in Staffel 4 als Eva – ja, die biblische Eva – eine unerwartete Energie in die Dynamik zwischen den Figuren. Und Brianna Hildebrand vervollständigt in der finalen sechsten Staffel das Bild als Rory Morningstar, Lucifers und Chloes Tochter aus der Zukunft.
Was die Besetzungsstrategie der Serie auszeichnet: Neue Charaktere werden nie als bloße Plotmittel eingeführt. Jede Ergänzung des Ensembles verändert die Gewichtung der bestehenden Figuren und zwingt sie zur Neuverortung. Das ist handwerklich starkes Serienwriting, das durch entsprechend passende Besetzungsentscheidungen erst zur vollen Wirkung kommt.
Warum das Ensemble bis heute nachwirkt
Auch Jahre nach dem Serienfinale beschäftigt der Cast eine aktive Fangemeinde. Tom Ellis, Rachael Harris, Lesley-Ann Brandt, D. B. Woodside und Kevin Alejandro sind in deutschsprachigen Medien weiterhin präsent – mit Interviews, Rückblicken und Artikeln, die sich mit dem „Cast damals und heute“ befassen. Das ist kein Zufall.
Lucifer funktioniert auf einer Ebene, die viele ähnlich konzipierte Serien verfehlen: Die Figuren wachsen tatsächlich. Lucifer selbst ist am Ende nicht mehr der zynische Nachtclub-Besitzer aus Folge eins – und das Ensemble um ihn herum hat diese Entwicklung mitgemacht, nicht nur begleitet. Gerade diese kollektive Reife des Casts macht die Serie für viele Zuschauer auch beim Wiederschauen attraktiv.
Ein weniger oft diskutierter Aspekt: Die Besetzungsentscheidungen quer durch alle sechs Staffeln halten eine bemerkenswerte ethnische und kulturelle Vielfalt aufrecht, ohne dass diese je als Marketingstrategie in den Vordergrund gestellt wird. Das Ensemble fühlt sich wie Los Angeles an – und das ist als Kompliment gemeint.
Wer heute mit der Serie anfangen möchte: Alle sechs Staffeln sind in Deutschland vollständig bei Netflix verfügbar. Zusätzlich ist die Serie über weitere VoD-Anbieter zum Kaufen oder Leihen zugänglich. Der Einstieg lohnt sich am meisten mit Staffel 1 – viele Charakterbögen, insbesondere jener zwischen Lucifer und Chloe sowie Mazikeen und Amenadiel, brauchen diesen Aufbau, um ihre spätere Kraft zu entfalten.
Häufige Fragen
Wer spielt die Hauptrolle in Lucifer?
Die Hauptrolle des Lucifer Morningstar spielt der britische Schauspieler Tom Ellis über alle sechs Staffeln hinweg. In den späteren Staffeln übernimmt er zusätzlich die Rolle von Lucifers Zwillingsbruder Michael. Ellis wurde durch die Rolle international bekannt und gilt heute als das prägende Gesicht der Serie.
Wie viele Staffeln hat Lucifer und wo kann man sie streamen?
Lucifer umfasst insgesamt sechs Staffeln mit 93 Episoden und ist seit 2021 abgeschlossen. Die ersten drei Staffeln entstanden beim US-Sender Fox, bevor Netflix die Serie übernahm und mit drei weiteren Staffeln zu Ende führte. In Deutschland sind alle Staffeln heute vollständig bei Netflix verfügbar; einzelne Staffeln können zudem über weitere VoD-Anbieter gekauft oder geliehen werden.
Welche Nebenrollen sind in Lucifer besonders wichtig?
Besonders prägend sind Lesley-Ann Brandt als Dämonin Mazikeen, D. B. Woodside als Engel Amenadiel und Rachael Harris als Therapeutin Dr. Linda Martin – alle drei sind über mehrere Staffeln hinweg zentral für die Handlung. Tricia Helfer als Charlotte Richards/Göttin der Schöpfung und Tom Welling als Marcus Pierce/Kain hinterlassen in ihren jeweiligen Staffeln starke Eindrücke. Ab der sechsten Staffel ergänzt Brianna Hildebrand als Rory Morningstar das Ensemble und schließt den zentralen Handlungsbogen ab.
