Wer auf das nächste Kapitel im Westeros-Universum gewartet hat, kann jetzt loslegen: „A Knight of the Seven Kingdoms“ ist da. Die Serie basiert auf George R. R. Martins Dunk-&-Egg-Novellen und spielt rund 50 Jahre nach dem Tod des letzten Drachen – ein deutlicher Zeitsprung im Vergleich zu „House of the Dragon“, der ganz eigene Figuren und einen anderen Ton mitbringt.
Kurzzusammenfassung
- „A Knight of the Seven Kingdoms“ startet in Deutschland am 19. Januar 2026 exklusiv beim neuen Streamingdienst HBO Max.
- Die erste Staffel des Game-of-Thrones-Prequels umfasst sechs Episoden, die wöchentlich bis zum 23. Februar 2026 veröffentlicht werden.
- Wer die Serie sehen möchte, braucht entweder ein direktes HBO-Max-Abo oder den HBO-Max-Channel über Amazon Prime Video für 5,99 Euro im Monat.
In den USA lief die Auftaktfolge bereits am 18. Januar 2026 bei HBO an. Wegen der Zeitverschiebung war die deutsche Streampremiere am Morgen des 19. Januar 2026 fällig. Wer also gehofft hatte, zeitgleich mit dem amerikanischen Publikum einzuschalten, musste nur wenige Stunden warten – kein Vergleich zu den früheren, teils monatelangen Verzögerungen bei Genre-Serien dieser Größenordnung.
Wo läuft die Serie in Deutschland
Der entscheidende Unterschied zu „Game of Thrones“ und „House of the Dragon“: Diesmal gibt es keine Ausstrahlung bei Sky oder WOW. Warner Bros. Discovery hat sein neues Streamingangebot HBO Max erst am 13. Januar 2026 in Deutschland gestartet, und die Fantasy-Serie gehört zu den ersten großen Aushängeschildern der Plattform. Wer bislang gewohnt war, HBO-Produktionen über Sky abzurufen, muss sich also umgewöhnen.
Der direkte Zugang läuft über ein HBO-Max-Abonnement. Alternativ lässt sich der Dienst als Channel innerhalb von Amazon Prime Video buchen – für 5,99 Euro monatlich zusätzlich zum bestehenden Prime-Abo. Diese Variante dürfte vor allem für Nutzer interessant sein, die ohnehin schon bei Amazon Kunde sind und keine weitere App-Baustelle aufmachen wollen. Eine Netflix-Verfügbarkeit ist derzeit nicht vorgesehen, auch mittelfristig plant Warner Bros. Discovery keine Lizenzierung an Drittanbieter.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| US-Start | 18. Januar 2026 (HBO/HBO Max) |
| Deutschland-Start | 19. Januar 2026 (HBO Max) |
| Staffelumfang | 6 Episoden |
| Episodenlänge | ca. 30-45 Minuten |
| Ausstrahlungsrhythmus | wöchentlich |
| Verfügbarkeit | HBO Max direkt oder als Channel bei Amazon Prime Video (5,99 €/Monat) |
Episodenplan der ersten Staffel
Statt alle Folgen auf einmal ins Netz zu stellen, setzt HBO Max auf das klassische Wochenmodell – eine Entscheidung, die bei Fantasy-Stoffen mit komplexer Handlung durchaus Sinn ergibt, weil sie Raum für Diskussionen zwischen den Folgen lässt. Der Fahrplan für Deutschland sieht folgendermaßen aus:
- Folge 1 – „Der Heckenritter“: 19. Januar 2026
- Folge 2 – „Das Vermächtnis“: 26. Januar 2026
- Folge 3 – „Der Knappe“: 2. Februar 2026
- Folge 4 – „Sieben“: 9. Februar 2026
- Folge 5 – „Im Namen der Mutter“: 16. Februar 2026
- Folge 6 – „Der Morgen“ (Staffelfinale): 23. Februar 2026
Sechs Episoden sind deutlich kompakter als die zehnteiligen Staffeln, die Genre-Fans von „House of the Dragon“ gewohnt sind. Auch die Laufzeit pro Folge fällt mit rund 30 bis 45 Minuten spürbar kürzer aus als bei den bisherigen GoT-Ablegern. Das Format erinnert eher an eine dichte Miniserie als an ein episches Fantasy-Epos in Überlänge – passend zum literarischen Vorbild, das ebenfalls als Novellenreihe und nicht als Wälzer-Saga angelegt ist.
Weltpremiere in Berlin
Bemerkenswert für deutsche Fans: Die Weltpremiere fand nicht in Los Angeles oder London statt, sondern in Berlin – im Rahmen eines HBO-Max-Events zur Einführung des neuen Streamingdienstes hierzulande. Das ist kein Zufall, sondern strategisches Kalkül. Warner Bros. Discovery nutzt die Serie sichtlich als Zugpferd, um HBO Max in Deutschland bekannt zu machen und Abonnenten zu gewinnen, die bislang eher bei Netflix, Disney+ oder Sky/WOW gebucht waren.
Ob die Rechnung aufgeht, hängt auch davon ab, wie gut die kürzeren, ruhigeren Episoden bei einem Publikum ankommen, das durch „Game of Thrones“ an große Schlachten und Wendungen gewöhnt ist. Erste deutsche Kritiken deuten darauf hin, dass die Serie bewusst kleinere, persönlichere Geschichten erzählt – näher am Rittertum-Alltag als am Thronkrieg.
Wie geht es weiter
Eine offizielle Verlängerung um eine zweite Staffel steht noch nicht fest. Angesichts der Bedeutung, die Warner Bros. Discovery der Serie für den Deutschland-Start von HBO Max beimisst, ist eine Fortsetzung jedoch wahrscheinlich, sofern die Zuschauerzahlen mitspielen. Bis dahin bleibt es bei den sechs Folgen der ersten Staffel, die bis Ende Februar 2026 komplett verfügbar sein werden.
Für alle, die den Wechsel von Sky zu HBO Max noch nicht vollzogen haben: Der Umstieg lohnt sich aktuell vor allem wegen dieser einen Serie kaum als Dauerlösung – wer aber ohnehin Interesse an künftigen HBO-Produktionen hat, kommt an der Plattform in Deutschland nicht mehr vorbei.
Häufige Fragen
Ist „A Knight of the Seven Kingdoms“ eine direkte Fortsetzung von „House of the Dragon“?
Nein, die Serie spielt rund 50 Jahre nach dem Tod des letzten Drachen und damit deutlich später als die Ereignisse in „House of the Dragon“. Es gibt keine direkten Handlungsüberschneidungen, beide Serien teilen sich aber das Westeros-Universum von George R. R. Martin.
Kann ich die Serie auch ohne HBO-Max-Abo sehen?
Ja, über den HBO-Max-Channel bei Amazon Prime Video für 5,99 Euro monatlich zusätzlich zum Prime-Abo. Eine direkte Verfügbarkeit bei Sky, WOW oder Netflix ist derzeit nicht gegeben und laut Warner Bros. Discovery auch mittelfristig nicht geplant.
Wie lang ist eine Episode der Serie im Schnitt?
Die Episoden dauern zwischen etwa 30 und 45 Minuten und sind damit deutlich kürzer als die Folgen von „Game of Thrones“ oder „House of the Dragon“. Das passt zum kompakteren Erzählstil der Dunk-&-Egg-Novellenvorlage, auf der die Serie basiert.
Beitragsbild: KI-generiert
