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Beste Filme 2019: Die Highlights eines goldenen Kinojahres

ReneRene—8. Juni 20260
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Kurzzusammenfassung

  • 2019 gilt unter Filmkritikern als eines der stärksten Kinojahre seit Jahrzehnten: Parasite, Once Upon a Time in Hollywood, The Irishman, Marriage Story und 1917 liefen alle im selben Jahr.
  • Parasite von Bong Joon-ho gewann vier Oscars, darunter Bester Film – als erster nicht-englischsprachiger Film überhaupt – und hält bis heute 99 Prozent auf Rotten Tomatoes.
  • Neben den großen Namen hatte 2019 eine außergewöhnliche Dichte an Arthouse-Perlen: Portrait of a Lady on Fire, The Farewell, Midsommar und Uncut Gems gehören zum Besten, was das Jahrzehnt hervorgebracht hat.

 

Warum 2019 als eines der besten Kinojahre seit Jahrzehnten gilt

Manche Jahre haben einen Film, der heraussticht. 2019 hatte ein halbes Dutzend.

Parasite räumte bei den Oscars ab und schrieb Filmgeschichte. Once Upon a Time in Hollywood war Tarantinos Liebeserklärung an eine verschwundene Epoche. The Irishman brachte Scorsese, De Niro, Pacino und Pesci für dreieinhalb Stunden zusammen. Marriage Story von Noah Baumbach war das schmerzhafteste Scheidungsdrama seit Jahren. 1917 von Sam Mendes war ein Kriegsfilm, der aussah wie ein einziger Kameraschwenk. Joker lieferte Joaquin Phoenix die Rolle seiner Karriere. Avengers: Endgame beendete zwei Jahrzehnte Marvel-Kontinuität und wurde vorübergehend zum erfolgreichsten Film aller Zeiten.

Dass all das im selben Kalenderjahr erschien, ist keine Übertreibung – es ist die Liste eines einzigen Jahrgangs.

Der New Yorker bezeichnete Parasite später als besten Film des 21. Jahrhunderts bis dato, und eine NYT-Umfrage unter mehr als 500 Branchenleuten und Kritikern sah das ähnlich. Für Filmkenner ist 2019 kein nostalgischer Rückblick, sondern ein Maßstab.

 

Die besten Filme 2019: Von Parasite bis Once Upon a Time in Hollywood

Wer den Jahrgang erschließen will, braucht eine Orientierung statt einer Vollständigkeitsliste.

Parasite ist der Ausgangspunkt. Bong Joon-hos dunkel-komische Satire über eine arme Familie, die sich in den Haushalt einer reichen Familie einschleicht, gewann vier Oscars – für den besten Film, die beste Regie, das beste Originaldrehbuch und den besten internationalen Film. Wer den Film noch nicht kennt: Er ist kein schwer zugängliches Arthouse-Werk, sondern ein präzise konstruierter Genrefilm, der sich zweimal selbst überrascht. Die 99 Prozent auf Rotten Tomatoes sind keine Übertreibung.

Once Upon a Time in Hollywood ist Tarantinos verspielt-melancholischstes Werk. Leonardo DiCaprio als alternder TV-Schauspieler Rick Dalton und Brad Pitt als sein Stuntdouble Cliff Booth schlendern durch das Los Angeles des Jahres 1969 – der Schatten der Manson Family liegt über allem, wird aber nie zum eigentlichen Thema. Brad Pitt gewann dafür seinen ersten Oscar.

The Irishman ist Scorseses Statement zum Ende einer Ära. Robert De Niro als Auftragskiller Frank Sheeran, Al Pacino als Jimmy Hoffa, Joe Pesci aus dem Ruhestand zurückgeholt: dreieinhalb Stunden, die sich nie lang anfühlen. Netflix produzierte den Film und hat ihn dauerhaft im Katalog.

Marriage Story von Noah Baumbach ist das Gegenstück zu allem Großen und Epischen im Jahrgang: ein intimes, schmerzlich genaues Porträt einer Ehe, die endet – mit Adam Driver und Scarlett Johansson in den besten Leistungen ihrer Karrieren. Laura Dern gewann dafür den Oscar als beste Nebendarstellerin.

1917 von Sam Mendes simuliert einen Echtzeit-Einsatz im Ersten Weltkrieg in einer scheinbar schnittlosen Einstellung. Roger Deakins gewann dafür den Oscar für die beste Kamera. Technisch ist der Film ein Meisterwerk – inhaltlich wirkt er bewusst klassisch, fast absichtlich schlicht.

Joker ist der polarisierende Wildcard des Jahrgangs. Todd Phillips‘ Charakterstudie über den Ursprung des DC-Schurken ist kein Superhelden-Film und kein Comic-Adaption im klassischen Sinne, sondern ein düsteres Sozialdrama. Joaquin Phoenix gewann dafür den Oscar als bester Hauptdarsteller.

 

Unterschätzt und vergessen: Diese 2019er verdienen mehr Aufmerksamkeit

Neben den bekannten Namen hatte 2019 eine ungewöhnlich starke zweite Reihe.

Midsommar von Ari Aster – ein Jahr nach seinem Debüt Hereditary – ist das Gegenteil des erwartbaren Horrorfilms: hell, farbenfroh, mitten am Tag. Eine Gruppe junger Amerikaner besucht ein schwedisches Mittsommerfest, das sich langsam als etwas anderes entpuppt. Aster verpackt ein Beziehungsdrama in pagan-rituelles Grauen und schafft eines der eindringlichsten Bilder des Jahrzehnts.

Uncut Gems von den Safdie-Brüdern ist 135 Minuten Panikattacke. Adam Sandler spielt einen New Yorker Juwelier und zwanghaften Spieler, dessen Leben in Echtzeit auseinanderfällt – der Film ist laut, hektisch, schwitzend und unmöglich wegzuschauen. Das Drehbuch der Safdies wurde mehrfach für den besten Originaltext nominiert und ging bei den Oscars leer aus, was bis heute diskutiert wird.

Portrait of a Lady on Fire von Céline Sciamma ist das handwerklich präziseste Werk des Jahrgangs. Eine Malerin und ihr Modell, Frankreich im 18. Jahrhundert, kein Ton außer Stimmen und Meer – Sciamma gewann in Cannes den Preis für das beste Drehbuch. Für alle, die Liebesdrama jenseits von Hollywood-Konventionen suchen: das ist der Film.

The Farewell von Lulu Wang ist persönlichstes Kino: Eine chinesisch-amerikanische Familie trifft sich unter dem Vorwand einer Hochzeit, um der Großmutter nicht zu sagen, dass sie unheilbar krank ist. Awkwafina spielt die Enkelin, die zwischen zwei Welten steht – und liefert die überraschendste Leistung des Jahrgangs.

Knives Out von Rian Johnson ist das Gegenteil von Arthouse: ein lustvoll konstruiertes Whodunit mit einem brillanten Ensemble, das Agatha-Christie-Konventionen zitiert und gleichzeitig dekonstruiert. Daniel Craig als Detektiv Benoit Blanc ist eine der lustigsten Leistungen des Jahrgangs.

 

Wo kann man die besten Filme aus 2019 heute streamen?

Die Verfügbarkeit des Jahrgangs ist gut, aber verteilt – ein einzelnes Abo reicht nicht.

Netflix hat The Irishman dauerhaft im Katalog, da der Film eine Netflix-Eigenproduktion ist. Marriage Story ebenfalls. Beide Filme laufen ohne Aufpreis im Standard-Abo.

Disney+ hält die großen Marvel-Titel: Avengers: Endgame, Spider-Man: Far From Home und Captain Marvel sind dort im Abo enthalten.

HBO Max hat Portrait of a Lady on Fire im Angebot. Parasite ist laut JustWatch (Stand Juni 2026) bei mehreren Anbietern als Leih- und Kauftitel verfügbar, aktuell nicht dauerhaft in einem der großen Flatrate-Abos in Deutschland. Für Parasite und Midsommar lohnt sich ein Blick auf MUBI, das regelmäßig beide im Rotation-Programm führt.

Uncut Gems und Knives Out sind über Amazon Video leih- und kaufbar. The Farewell taucht gelegentlich bei Netflix auf, ist aber nicht dauerhaft im deutschen Katalog verankert.

Für einen aktuellen Gesamtüberblick bleibt JustWatch.com die verlässlichste Anlaufstelle: Jahrgang 2019 im Filter einstellen, Plattform wählen, fertig.

 

Häufige Fragen

Welcher Film hat 2019 den Oscar für den besten Film gewonnen? Parasite von Bong Joon-ho gewann bei der Oscarverleihung 2020 den Preis für den besten Film – als erster nicht-englischsprachiger Film in der Geschichte der Academy Awards. Dazu gewann er Oscars für die beste Regie, das beste Originaldrehbuch und den besten internationalen Film.

Ist Parasite noch auf Netflix oder einem anderen Streamingdienst verfügbar? Parasite ist in Deutschland aktuell nicht dauerhaft in einem der großen Flatrate-Abos enthalten. Der Film ist als Leih- und Kauftitel bei Amazon Video, Apple TV und weiteren Anbietern verfügbar. MUBI führt ihn gelegentlich im Rotation-Programm. Für die aktuellste Verfügbarkeit: JustWatch.com.

Was ist der Unterschied zwischen Midsommar und Hereditary? Beide Filme stammen von Regisseur Ari Aster und behandeln Traumabewältigung durch Horror. Hereditary aus dem Jahr 2018 spielt in dunklen Innenräumen und arbeitet mit klassischen Horror-Mitteln. Midsommar aus dem Jahr 2019 spielt fast ausschließlich bei Tageslicht und im Freien – der helle, farbenfrohe Look ist der eigentliche Stilbruch des Films.

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Rene

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