Wer sich durch die Filme von Marilyn Monroe arbeiten möchte, stößt schnell auf ein überraschend kompaktes Werk. Rund ein Dutzend Filme prägen den Ruf der Schauspielerin bis heute, vom Krimi-Nebenpart bis zur Screwball-Komödie, die als eine der besten überhaupt gilt. Der folgende Überblick sortiert die wichtigsten Titel nach Genre, Bewertung und Verfügbarkeit und zeigt, welcher Film für welchen Einstieg taugt.
Kurzzusammenfassung
- Marilyn Monroes Filmschaffen reicht von kleinen Nebenrollen 1948 bis zum unvollendeten Dreh von „Something’s Got to Give“ 1962 und ist seit ihrem Tod am 5. August 1962 abgeschlossen.
- Ihr letzter fertiggestellter Spielfilm ist „Misfits – Nicht gesellschaftsfähig“ (1961) mit Clark Gable und Montgomery Clift.
- „Manche mögen’s heiß“ (1959) gilt mit einem Rotten-Tomatoes-Wert von 94 Prozent als ihr am besten bewerteter Film.
- Klassiker wie „Blondinen bevorzugt“ und „Das verflixte 7. Jahr“ sind in Deutschland überwiegend digital bei Prime Video, Apple TV und Google Play verfügbar.
Monroes Karriere begann Ende der 1940er Jahre mit kleinen Rollen und erreichte ihren Höhepunkt zwischen 1953 und 1959, als sie in kurzer Folge mehrere ihrer bekanntesten Filme drehte. Die letzten Jahre bis 1962 stehen im Schatten unvollendeter Projekte und persönlicher Krisen. Genau diese Spannbreite macht ihre Filmografie interessant: Sie zeigt eine Schauspielerin, die zwischen komödiantischem Leichtsinn und ernsthaftem Drama wechselte.
Die Komödien, die ihren Ruf begründeten
Der mit Abstand bekannteste Film ist „Manche mögen’s heiß“ (Some Like It Hot, 1959) unter der Regie von Billy Wilder. Monroe spielt die Sängerin Sugar Kane, die sich mit zwei als Frauen verkleideten Musikern in einer Damen-Band verstrickt, während im Hintergrund Gangster die beiden Männer jagen. Der Film erreicht bei Rotten Tomatoes einen Tomatometer-Wert von 94 Prozent und einen Metacritic-Score von 98 von 100 Punkten. An der Seite von Tony Curtis und Jack Lemmon liefert Monroe eine ihrer präzisesten komödiantischen Leistungen ab.
„Blondinen bevorzugt“ (Gentlemen Prefer Blondes, 1953) von Regisseur Howard Hawks ist der zweite Pfeiler ihres komödiantischen Werks. Monroe spielt die Showgirl-Figur Lorelei Lee, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Dorothy, gespielt von Jane Russell, nach Paris reist, um einen wohlhabenden Ehemann zu finden. Die Musical-Nummer „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“ zählt zu den bis heute zitierten Momenten der Filmgeschichte. Der Film erreicht bei Kritikern 98 Prozent, beim Publikum 88 Prozent Zustimmung.
Etwas weniger bekannt, aber ebenso sehenswert ist „Wie angelt man sich einen Millionär?“ (How to Marry a Millionaire, 1953). Drei Models, gespielt von Monroe, Betty Grable und Lauren Bacall, teilen sich ein New Yorker Appartement und verfolgen jeweils eigene Strategien, um reiche Männer zu heiraten. Mit 79 Prozent bei Kritikern und 77 Prozent beim Publikum liegt der Film im oberen Mittelfeld ihrer Komödien.
Das verflixte 7. Jahr und die ikonische U-Bahn-Szene
„Das verflixte 7. Jahr“ (The Seven Year Itch, 1955) verankerte ein Bild in der Popkultur, das bis heute nachwirkt: Monroe steht über einem U-Bahn-Schacht, während ihr Kleid vom Luftzug hochgeblasen wird. Die Geschichte folgt einem verheirateten Mann, der während der Sommerhitze allein zu Hause bleibt und sich in die attraktive Nachbarin über ihm verguckt. Tom Ewell spielt den zweifelnden Ehemann, dessen Fantasien den Film tragen. Rotten Tomatoes bewertet den Streifen mit 87 Prozent bei Kritikern und 80 Prozent beim Publikum.
Was diesen Film von den reinen Screwball-Komödien unterscheidet, ist sein Blick auf eheliche Treue und männliche Unsicherheit, verpackt in leichte Unterhaltung. Monroe spielt dabei nicht die naive Blondine, sondern eine Figur mit erkennbarer Bodenständigkeit, die den Ehemann eher an sich selbst zweifeln lässt als an ihr.
Die dramatischen und ernsteren Rollen
Neben den Komödien gibt es einen zweiten, weniger bekannten Strang in Monroes Werk: dramatische und thrillerhafte Stoffe. „Niagara“ (1953) ist dafür das beste Beispiel. Monroe spielt Rose Loomis, eine Frau, die in ein mörderisches Eheszenario an den Niagarafällen verwickelt ist. An der Seite von Joseph Cotten zeigt sie hier eine kühlere, berechnendere Facette ihres Talents. Der Film erreicht 80 Prozent bei Kritikern und 74 Prozent beim Publikum.
„Fluß ohne Wiederkehr“ (River of No Return, 1954) unter der Regie von Otto Preminger ist ein Western mit romantischen Elementen. Monroe spielt die Saloon-Sängerin Kay Weston, die gemeinsam mit Robert Mitchum durch die Wildnis reist. Mit 57 Prozent bei Kritikern und 55 Prozent beim Publikum ist dies der schwächer bewertete Titel unter ihren bekannten Filmen, was ihn allerdings nicht weniger relevant für ihre Filmografie macht, gerade weil er ihre Vielseitigkeit außerhalb der Komödie zeigt.
Ihre frühen Rollen in „Asphalt-Dschungel“ (1950) und „Alles über Eva“ (1950) waren kurz, aber entscheidend für ihren Durchbruch. Beide Filme sind Klassiker des Hollywood-Kinos jener Zeit, in denen Monroe zunächst als Nebendarstellerin auffiel, bevor sie wenige Jahre später zur Hauptdarstellerin aufstieg.
Der letzte vollendete Film: Misfits
„Misfits – Nicht gesellschaftsfähig“ (The Misfits, 1961) markiert das Ende von Monroes fertiggestelltem Filmschaffen. Unter der Regie von John Huston spielt sie Roslyn Taber, eine frisch geschiedene Frau, die in Nevada auf eine Gruppe alternder Cowboys trifft. Gemeinsam mit Clark Gable und Montgomery Clift zieht sie durch die Wüste, um Wildpferde zu jagen, während persönliche Krisen und emotionale Konflikte an die Oberfläche treten. Der Film erreicht bei Rotten Tomatoes 96 Prozent bei Kritikern und 84 Prozent beim Publikum, womit er zu den besten Bewertungen ihres gesamten Werks zählt.
Was den Film besonders macht, ist die Nähe zwischen Rolle und Realität. Monroe befand sich während der Dreharbeiten in einer persönlich schwierigen Phase, was der Figur eine Zerbrechlichkeit verleiht, die in ihren früheren Komödien fehlt. Ein weiteres Projekt, „Something’s Got to Give“ (1962), wurde nie fertiggestellt. Die Dreharbeiten brachen ab, vorhandenes Material wurde später als Fragment veröffentlicht, blieb aber ohne Kinostart.
Wo sich die Filme heute streamen lassen
Für den Einstieg gilt: Wer wenig Zeit hat, sollte mit „Manche mögen’s heiß“ beginnen, dem best bewerteten und zugänglichsten Film ihres Werks. Wer sich für ihre musikalische Seite interessiert, findet in „Blondinen bevorzugt“ den passenden Titel. Für dramatische Facetten lohnt sich „Misfits“, ihr reifster und zugleich letzter vollendeter Film.
In Deutschland sind Monroes Klassiker überwiegend als digitale Kauf- oder Leihfilme bei Prime Video, Apple TV und Google Play verfügbar. Einzelne Titel tauchen zeitweise auch in Flatrate-Katalogen auf, die Verfügbarkeit wechselt jedoch häufig. Wer gezielt sucht, sollte die aktuelle Verfügbarkeit über Portale wie JustWatch oder Moviepilot prüfen, da sich Streaming-Rechte regelmäßig ändern.
Die Filme selbst haben dagegen nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Über sechs Jahrzehnte nach ihrer Entstehung tauchen Monroes Komödien und Dramen regelmäßig in Bestenlisten renommierter Medien auf, was zeigt, wie zeitlos ihre Präsenz auf der Leinwand bis heute wirkt.
Häufige Fragen
Welcher war der letzte Film von Marilyn Monroe?
Ihr letzter fertiggestellter Spielfilm war „Misfits – Nicht gesellschaftsfähig“ aus dem Jahr 1961 mit Clark Gable und Montgomery Clift. Das darauffolgende Projekt „Something’s Got to Give“ von 1962 wurde während der Dreharbeiten abgebrochen und nie als Kinofilm veröffentlicht.
Welcher Marilyn-Monroe-Film ist am besten bewertet?
„Manche mögen’s heiß“ von 1959 erreicht mit 94 Prozent bei Rotten Tomatoes und 98 Punkten bei Metacritic die höchste Bewertung ihrer Filme. Er gilt zudem in zahlreichen Bestenlisten als einer der wichtigsten Komödien der Filmgeschichte.
Gibt es neue Filme mit Marilyn Monroe?
Nein, da Monroe 1962 verstarb, gibt es keine neuen Filme mit ihr in einer Hauptrolle. Es existieren jedoch Biopics wie „My Week with Marilyn“ von 2011, in denen andere Schauspielerinnen sie darstellen.
Wo kann man Marilyn-Monroe-Filme in Deutschland streamen?
Die meisten Klassiker sind digital bei Prime Video, Apple TV und Google Play als Kauf- oder Leihfilm erhältlich. Einzelne Titel erscheinen zeitweise auch in Flatrate-Angeboten, die genaue Verfügbarkeit lässt sich über Portale wie JustWatch tagesaktuell prüfen.
Beitragsbild: KI-generiert

