Manche Liebesgeschichten beginnen auf einem Flug nach New York – und enden trotzdem nicht dort. „So was wie Liebe“ ist genau so ein Film: leichtfüßig im Ton, ehrlicher in der Substanz als es der Titel vermuten lässt, und über zwei Jahrzehnte nach seiner Entstehung noch immer gefragt. Wer Ashton Kutcher aus seinen späteren Netflix-Produktionen kennt, bekommt hier eine frühere, rauere Version zu sehen – einen Darsteller, der mit romantischem Chaos umzugehen lernt, on screen wie off screen.
Kurzzusammenfassung
- „So was wie Liebe“ (2005) ist eine romantische Komödie mit Ashton Kutcher und Amanda Peet, die eine on-again-off-again-Beziehung über mehrere Jahre hinweg erzählt.
- Der Film ist kein Abo-Streaming-Titel, sondern aktuell im deutschen Markt primär als digitaler Leih- und Kauftitel verfügbar, unter anderem im Apple TV Store.
- Als typischer Katalogtitel der Nullerjahre lebt der Film vom Timing-Motiv und vom Charme seiner beiden Hauptdarsteller – ein Muster, das in der RomCom-Geschichte bis heute Bestand hat.
Handlung: Wenn das Timing einfach nicht stimmt
Oliver Martin (Ashton Kutcher) und Emily Friehl (Amanda Peet) begegnen sich auf einem Flug von Los Angeles nach New York. Die Begegnung ist spontan, unverbindlich, und endet ohne Telefonnummern. Man geht getrennte Wege – glaubt man zumindest. Denn über die nächsten sechs Jahre kreuzen sich ihre Pfade immer wieder, zu den unmöglichsten Momenten: wenn einer gerade frisch getrennt ist, der andere gerade verliebt, einer beruflich in der Krise steckt, der andere neu anfängt.
Regisseur Nigel Cole strukturiert den Film nicht als klassische Liebesgeschichte mit Höhepunkt und Auflösung, sondern als Episodenreise durch zwei Biografien. Das ist das eigentlich interessante an „So was wie Liebe“: Nicht ob die beiden zusammenkommen, sondern wann – und ob das Timing jemals stimmt. Das Motiv des verpassten Moments ist in Hollywood-RomComs zwar kein Novum, aber selten so konsequent über eine längere Zeitspanne durchgehalten.
Die Handlung bleibt dabei angenehm spoilerfrei erzählbar, weil sie weniger von Wendungen lebt als von kleinen, akkuraten Alltagsbeobachtungen. Wer schon mal jemanden kannte, der „fast“ der Richtige war, wird hier nickend vor dem Bildschirm sitzen.
Besetzung: Kutcher und Peet tragen den Film
Die Stärke des Films liegt in seiner Hauptbesetzung. Ashton Kutcher war 2005 auf dem Höhepunkt seiner RomCom-Phase – zwischen „Schmetterlingseffekt“ und „Für immer Ashton“ pendelte er zwischen dramatischeren und leichteren Stoffen. In „So was wie Liebe“ zeigt er eine differenziertere Seite, als sein Serienimage damals vermuten ließ: weniger Klamauk, mehr verletzliche Unsicherheit.
Amanda Peet überzeugt als Emily mit einer Eigenständigkeit, die der Figur gut steht. Sie spielt keine passive Wartefrau, sondern eine Frau mit eigenem Leben, eigenen Entscheidungen und eigenen Fehlern. Das ist für die RomCom-Standards der Nullerjahre bemerkenswert. Die Chemie zwischen Kutcher und Peet funktioniert – nicht laut und überdreht, sondern in stillen Momenten, Blicken, halbfertig gesagten Sätzen.
Nebenrollen komplettieren das Ensemble, darunter Kal Penn in einer markanten Nebenrolle als Olivers bester Freund – für alle, die ihn aus „Kumar“ kennen, eine durchaus überraschende Begegnung. Die vollständige Besetzungsliste lässt sich auf IMDb abrufen, wo der Film unter seinem Originaltitel „A Lot Like Love“ geführt wird.
Kritik: Solider Genrevertreter mit ehrlichem Kern
„So was wie Liebe“ ist kein Film, der Kritikerpreise gewann – und das ist weder Überraschung noch Makel. Er wurde produziert, um zu unterhalten, und er tut das mit Anstand. Die zeitgenössische Fachpresse attestierte ihm das, was man einem sauber gemachten Genrefilm attestiert: Handwerk ohne Risiko, Charme ohne Tiefe, Unterhaltung ohne Nachwirkung.
Das ist nur halb fair. Denn was den Film von vielen Zeitgenossen unterscheidet, ist die strukturelle Entscheidung, keine lineare Liebesgeschichte zu erzählen. Die Episodenhaftigkeit verleiht der Geschichte eine realistische Note, die viele Romantic-Comedy-Formeln von 2005 missen lassen. Wer heute zurückblickt, stellt fest: Der Film hat besser gealtert als sein damaliger Ruf.
Aktuelle Nutzerbewertungen auf Plattformen wie IMDb spiegeln eine überwiegend positive Publikumsrezeption wider – der exakte Score lässt sich dort tagesaktuell abrufen. Auszeichnungen oder Award-Nominierungen sind nicht dokumentiert; das Projekt war als kommerzieller Unterhaltungsfilm konzipiert, nicht als Prestige-Produktion.
Ein origineller Zusatzblick, den kaum eine Besprechung erwähnt: „So was wie Liebe“ ist einer der wenigen RomComs der Ära, in dem der männliche Hauptdarsteller die emotional unreifere Figur ist – und das ohne Selbstmitleid. Oliver scheitert nicht nur an Emily, sondern an sich selbst. Das macht ihn menschlicher als die meisten RomCom-Helden seiner Zeit.
Wo kann man „So was wie Liebe“ heute streamen?
Der Film läuft nicht in den großen Abo-Flatrates. Wer ihn auf Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+ sucht, wird derzeit nicht fündig. Stattdessen ist er im deutschsprachigen Raum als digitaler Leih- und Kauftitel verfügbar – etwa im Apple TV Store. Die Leihgebühren liegen im üblichen Rahmen für ältere Katalogtitel.
Alternativ ist der Film als DVD im Gebrauchtmarkt erhältlich, was für Sammler und alle, die auf physische Medien setzen, eine günstiger Option sein kann. Plattformen wie JustWatch zeigen tagesaktuell, welcher Anbieter den Film gerade im deutschen Markt führt – sinnvoll, da sich Streaming-Rechte bei Katalogtiteln regelmäßig verschieben.
| Verfügbarkeit | Plattform | Art |
|---|---|---|
| Digital (DE) | Apple TV Store | Leihe & Kauf |
| Physisch | Gebrauchtmarkt / DVD | Kauf |
| Abo-Streaming | Derzeit nicht belegt | – |
Wer den Film in einer gemütlichen Atmosphäre erleben möchte, findet in ihm einen unkomplizierten Begleiter für einen Filmabend – kurzweilig, emotional ehrlich, und mit einem Ende, das nicht ins Sentimentale abdriftet. Manchmal reicht das.
Häufige Fragen
Ist „So was wie Liebe“ auf Netflix oder Amazon Prime verfügbar?
Aktuell ist der Film nicht in den gängigen Abo-Streamingdiensten wie Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+ verfügbar. In Deutschland wird er primär als digitaler Leih- und Kauftitel angeboten, zum Beispiel über den Apple TV Store. Da sich die Streaming-Verfügbarkeit von Katalogtiteln regelmäßig ändert, lohnt sich eine tagesaktuelle Suche über Metadienste wie JustWatch.
Ist der Film eher eine Komödie oder ein Drama?
„So was wie Liebe“ wird im Handel als romantische Komödie geführt, enthält aber deutlich mehr dramatische Elemente als ein klassischer Feel-Good-Film. Die Geschichte folgt zwei Figuren über mehrere Jahre und thematisiert verpasste Chancen, Reife und Beziehungsunsicherheit – das verleiht ihr eine emotionale Tiefe, die reine Komödien selten haben. Wer beides mag, kommt hier gut weg.
Welche anderen Filme ähneln „So was wie Liebe“?
Wer den Episodenaufbau und das Timing-Motiv schätzt, findet Ähnliches in Filmen wie „Serendipity – Ein Hauch von Schicksal“ (2001) oder „Beim ersten Mal“ (2012). Beide arbeiten mit der Idee, dass Liebe oft am falschen Moment scheitert, nicht am falschen Menschen. Auch neuere Produktionen wie „About Time“ (2013) teilen diese thematische Grundstruktur, wenn auch mit anderem Tonfall.
