Nicht zwingend, aber empfehlenswert. Serien wie „WandaVision“ oder „Loki“ liefern Hintergründe, die spätere Filme voraussetzen, insbesondere im Kontext des Multiversums. Wer nur die Kinofilme schaut, versteht die grobe Handlung trotzdem, verpasst aber Details.
Kurzzusammenfassung
- Das Marvel Cinematic Universe umfasst aktuell 37 Filme und zahlreiche Serien, aufgeteilt in sechs Phasen.
- Bei der Reihenfolge gibt es zwei Ansätze: Veröffentlichungsreihenfolge nach Kinostart oder chronologische Reihenfolge nach den Ereignissen im Universum.
- Einsteiger fahren mit der Veröffentlichungsreihenfolge besser, weil die Story so erzählt wird, wie sie ursprünglich konzipiert wurde.
- Kommende Filme wie „Avengers: The Kang Dynasty“ (Mai 2026) und „Avengers: Secret Wars“ (Mai 2027) erweitern die Liste kontinuierlich.
Wer sich durch das MCU schauen will, steht vor einer Frage, die auf den ersten Blick simpel wirkt und in der Praxis für Verwirrung sorgt: In welcher Reihenfolge? Über 37 Filme und Dutzende Serien lassen sich auf mindestens zwei sinnvolle Arten sortieren, und beide Varianten haben gute Gründe für sich.
Die Wahl zwischen Veröffentlichungsreihenfolge und Chronologie entscheidet maßgeblich darüber, wie gut die Geschichten funktionieren. Wer mit der falschen Reihenfolge startet, riskiert Spoiler oder verpasst den dramaturgischen Aufbau, den die Macher bewusst eingeplant haben.
Veröffentlichungsreihenfolge: So kam das MCU ins Kino
Die Veröffentlichungsreihenfolge orientiert sich am tatsächlichen Kinostart der Filme. Sie beginnt 2008 mit „Iron Man“ und zieht sich bis zu den aktuellen Phase-5-Produktionen. Für Einsteiger ist das die empfohlene Herangehensweise, denn die Filme wurden genau in dieser Abfolge geschrieben, mit Anspielungen, Cliffhangern und Charakterentwicklungen, die aufeinander aufbauen.
Phase 1 (2008 bis 2012) legt mit sechs Filmen das Fundament. Nach „Iron Man“ folgen „Der unglaubliche Hulk“, „Iron Man 2″, „Thor“ und „Captain America: The First Avenger“, bevor die Phase mit „Marvel’s The Avengers“ ihren ersten großen Höhepunkt erreicht. Genau in dieser Reihenfolge geschaut, ergibt sich ein roter Faden: Jeder Solo-Film liefert ein Puzzleteil für das Team-Up am Ende.
Phase 2 (2013 bis 2015) vertieft das Universum mit „Iron Man 3″, „Thor: The Dark Kingdom“, „The Return of the First Avenger“, „Guardians of the Galaxy“, „Avengers: Age of Ultron“ und „Ant-Man“. Hier taucht mit den Guardians erstmals eine völlig eigenständige Erzählebene auf, die erst später mit dem Rest des Universums verschmilzt.
Phase 3 (2016 bis 2019) ist mit elf Filmen die umfangreichste und zugleich dichteste Phase. Sie beginnt mit „The First Avenger: Civil War“ und „Doctor Strange“, führt über „Guardians of the Galaxy Vol. 2″, „Spider-Man: Homecoming“, „Thor: Tag der Entscheidung“ und „Black Panther“ zu den beiden Schwergewichten „Avengers: Infinity War“ und „Avengers: Endgame“. Wer Endgame vor Infinity War schaut, zerstört sich die Wirkung eines der emotionalsten Cliffhanger-Enden der Filmgeschichte.
Chronologische Reihenfolge: Die Timeline im Universum
Die zweite Herangehensweise sortiert die Geschichten nach den Ereignissen innerhalb der Handlung, unabhängig davon, wann ein Film oder eine Serie tatsächlich erschienen ist. Diese Variante beginnt deutlich früher als die Veröffentlichungsreihenfolge, teilweise mit Projekten wie „Eyes of Wakanda“, die im Zweiten Weltkrieg angesiedelt sind, gefolgt von „Captain America: The First Avenger“.
Danach schließen sich die Serie „Agent Carter“ und der Film „Captain Marvel“ an, bevor die Handlung zu den bekannten Ausgangspunkten „Iron Man“, „Iron Man 2″, „Der unglaubliche Hulk“ und „Thor“ übergeht. Erst danach folgt „Marvel’s The Avengers“, obwohl dieser Film in der Veröffentlichungsreihenfolge deutlich früher als „Captain Marvel“ im Kino lief.
Diese Sortierung ergibt vor allem für Fans Sinn, die das Universum bereits kennen und beim zweiten oder dritten Durchlauf die inneren Zusammenhänge stärker erleben wollen. Wer weiß, wie die Geschichte ausgeht, gewinnt beim chronologischen Schauen ein tieferes Verständnis dafür, wie einzelne Handlungsfäden ineinandergreifen.
Serien gehören dazu: Von Netflix bis Disney+
Ein Aspekt, der bei der Marvel-Reihenfolge häufig unterschätzt wird, sind die Serien. Ursprünglich liefen Produktionen wie „Daredevil“, „Jessica Jones“, „Luke Cage“, „Iron Fist“ und „The Defenders“ bei Netflix und galten lange als optionales Nebenprogramm. Inzwischen werden sie in aktuellen chronologischen Übersichten fest zwischen Filmen wie „Guardians of the Galaxy“, „Avengers: Age of Ultron“ und „The First Avenger: Civil War“ eingeordnet.
Mit dem Start von Disney+ kam eine zweite Welle an Serien hinzu, die die Handlung nach „Avengers: Endgame“ fortsetzt. „WandaVision“, „The Falcon and the Winter Soldier“, „Loki“ und „Hawkeye“ sind keine reinen Zusatzangebote mehr, sondern tragen Handlungsstränge, die in späteren Filmen aufgegriffen werden. Wer diese Serien auslässt, verpasst mitunter zentrale Erklärungen für Wendungen in nachfolgenden Kinofilmen.
Gerade die Multiversum-Handlung, die mit „Loki“ ihren Ausgang nimmt, zeigt, wie eng Film und Serie inzwischen verzahnt sind. Wer nur die Kinofilme schaut, bekommt zwar die große Linie mit, verliert aber Nuancen, die das Gesamtbild abrunden.
Die Phasen 4 bis 6: Wo das MCU aktuell steht
Phase 4 (2021 bis 2022) markiert den Übergang in die Post-Endgame-Ära. Sie mischt Filme wie „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“, „Eternals“, „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ und den Abschluss „Black Panther: Wakanda Forever“ mit den ersten großen Disney+-Serien. Diese Phase legt die Grundlage für das Multiversum-Konzept, das seitdem viele Handlungsstränge prägt.
Phase 5, die seit 2023 läuft, bringt Titel wie „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“, „Guardians of the Galaxy Vol. 3″ und „The Marvels“ ins Kino und soll mit der Serie „Daredevil: Born Again“ abgeschlossen werden. Für die kommenden Monate sind weitere Filme angekündigt: „Thunderbolts“ im Juli 2025 und „Blade“ im November 2025.
Phase 6 startet ab 2025 und ist als große Zusammenführung angelegt. Sie soll mit „Avengers: The Kang Dynasty“ im Mai 2026 an Fahrt aufnehmen und mit „Avengers: Secret Wars“ im Mai 2027 ihren Höhepunkt erreichen. Diese beiden Filme gelten bereits jetzt als die nächsten großen Fixpunkte, an denen sich sämtliche Nebenhandlungen wieder bündeln dürften, ähnlich wie es bei „Avengers: Infinity War“ und „Avengers: Endgame“ der Fall war.
Auffällig ist, wie sehr sich das Tempo der Veröffentlichungen seit Phase 4 verändert hat. Während Phase 1 noch mit ruhigen Abständen zwischen den Filmen auskam, verschmelzen Kinostarts und Serienstaffeln inzwischen zu einem beinahe durchgehenden Veröffentlichungsrhythmus. Für Zuschauer bedeutet das: Wer den Anschluss verpasst, hat schnell mehrere Filme und Staffeln aufzuholen.
Welche Reihenfolge für wen sinnvoll ist
Für Neueinsteiger, die das MCU zum ersten Mal komplett durchschauen wollen, ist die Veröffentlichungsreihenfolge die richtige Wahl. Sie folgt der Dramaturgie, wie sie ursprünglich gedacht war, und vermeidet Spoiler durch spätere Enthüllungen, die in früher veröffentlichten, aber später angesiedelten Geschichten vorkommen.
Wer das Universum bereits kennt und noch einmal tiefer einsteigen möchte, profitiert von der chronologischen Reihenfolge. Sie offenbart Zusammenhänge zwischen Charakteren und Ereignissen, die beim ersten Durchlauf möglicherweise untergegangen sind, etwa wie sich bestimmte Figuren über Jahrzehnte hinweg entwickeln, bevor sie im MCU überhaupt eine Rolle spielen.
Wer wenig Zeit hat und sich auf das Wesentliche konzentrieren will, kommt mit den großen Meilensteinen aus: den sechs Avengers-Filmen plus den jeweiligen Phasen-Abschlüssen. Das liefert zwar keine vollständige Erfahrung, reicht aber, um die großen Handlungsbögen zu verstehen.
Häufige Fragen
Muss ich alle MCU-Serien schauen, um die Filme zu verstehen?
In welcher Reihenfolge sollte ich als Einsteiger starten?
Die Veröffentlichungsreihenfolge ist für den ersten Durchlauf die bessere Wahl. Sie beginnt mit „Iron Man“ aus dem Jahr 2008 und folgt der Dramaturgie, wie sie von Marvel ursprünglich konzipiert wurde.
Wie viele Filme gehören aktuell zum MCU?
Derzeit umfasst das Marvel Cinematic Universe 37 Filme, verteilt über sechs Phasen, sowie zahlreiche begleitende Serien. Diese Zahl wächst mit jedem neuen Kinostart weiter.
Wann kommen die nächsten großen Avengers-Filme?
„Avengers: The Kang Dynasty“ ist für Mai 2026 angekündigt, „Avengers: Secret Wars“ folgt im Mai 2027 als geplanter Abschluss von Phase 6. Beide Termine gelten als vorläufig und können sich noch verschieben.
Beitragsbild: KI-generiert

