Kaum eine deutsche Serie hat es geschafft, das Berlin der Weimarer Republik so dicht und detailverliebt auf die Leinwand zu bringen wie Babylon Berlin. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der Besetzung: Ein Ensemble aus etablierten Theater- und Filmschauspielern, das den historischen Stoff mit Leben füllt. Wer sind die Gesichter hinter Gereon Rath, Charlotte Ritter und den zahlreichen Nebenfiguren, die das Berlin der späten 1920er Jahre bevölkern?
Kurzzusammenfassung
- Die Besetzung von Babylon Berlin wird von Volker Bruch als Kommissar Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter angeführt, die seit 2017 durch alle vier Staffeln tragen.
- Zum festen Ensemble gehören zudem Lars Eidinger, Peter Kurth, Matthias Brandt und Leonie Benesch, die der Serie über mehrere Staffeln hinweg ihr Gesicht geben.
- Für die fünfte und finale Staffel laufen seit Frühjahr 2025 die Dreharbeiten, ein offizieller Ausstrahlungstermin steht mit „voraussichtlich Sommer 2026“ noch nicht endgültig fest.
Die Hauptrollen: Bruch und Fries als Herzstück der Serie
Im Zentrum der Handlung stehen zwei Figuren, die die Serie von der ersten bis zur vierten Staffel tragen. Volker Bruch verkörpert Gereon Rath, den Kölner Kommissar, der nach Berlin versetzt wird und dort zwischen politischen Intrigen, organisiertem Verbrechen und persönlichen Traumata navigiert. Bruch gelingt es, die Zerrissenheit seiner Figur – traumatisiert vom Ersten Weltkrieg, getrieben von Pflichtgefühl und heimlicher Zuneigung zu Charlotte – über Jahre hinweg glaubwürdig weiterzuentwickeln.
Liv Lisa Fries spielt an seiner Seite Charlotte Ritter, eine junge Frau, die sich von der Stenotypistin zur Kriminalinspektorin hocharbeitet. Ihre Figur steht exemplarisch für den gesellschaftlichen Wandel der Weimarer Zeit: Ambitioniert, unabhängig und bereit, gegen die Konventionen ihrer Zeit anzukämpfen. Die Chemie zwischen Bruch und Fries gilt vielen Kritikern als eines der tragenden Elemente der Serie.
Das erweiterte Ensemble: Vielschichtige Nebenfiguren
Babylon Berlin lebt nicht nur von seinen Hauptfiguren, sondern von einem dichten Netz an Nebencharakteren, die das gesellschaftliche Panorama der Zeit abbilden. Lars Eidinger spielt den Industriellen Alfred Nyssen, eine Figur, die den wirtschaftlichen Machtansprüchen des aufsteigenden Bürgertums Gestalt verleiht. Peter Kurth gibt in den ersten beiden Staffeln den Kriminaloberkommissar Bruno Wolter, eine moralisch ambivalente Figur zwischen Pflichterfüllung und Korruption.
Matthias Brandt überzeugt als Polizeipräsident August Benda, dessen Figur die politischen Spannungen zwischen Demokratie und aufkeimendem Extremismus verkörpert. Leonie Benesch spielt Greta, eine Hausangestellte, deren Radikalisierung im Laufe der Staffeln eindrücklich zeigt, wie einfache Menschen in politische Bewegungen hineingezogen wurden.
Weitere wichtige Rollen übernehmen Meret Becker, Hannah Herzsprung als Helga Rath, Karl Markovics als Journalist Samuel Katelbach, Fritzi Haberlandt als Elisabeth Behnke sowie Ronald Zehrfeld als Walter Weintraub. Die folgende Tabelle fasst das Kernensemble im Überblick zusammen:
| Schauspieler | Rolle | Auftreten |
|---|---|---|
| Volker Bruch | Gereon Rath | Staffel 1-4 |
| Liv Lisa Fries | Charlotte Ritter | Staffel 1-4 |
| Lars Eidinger | Alfred Nyssen | mehrere Staffeln |
| Peter Kurth | Bruno Wolter | Staffel 1-2 |
| Matthias Brandt | August Benda | Staffel 1-2 |
| Leonie Benesch | Greta | Staffel 1-3 |
Historisches Berlin als Bühne für Verbrechen und Umbruch
Die Handlung siedelt sich im Berlin der späten 1920er Jahre an, mitten in der Weimarer Republik. Gereon Rath wird aus Köln in die Hauptstadt versetzt und stößt dort gemeinsam mit Charlotte Ritter auf ein Geflecht aus politischen Intrigen, organisiertem Verbrechen und gesellschaftlichen Umwälzungen. Im Zentrum stehen der Aufstieg extremistischer Kräfte, Machtkämpfe innerhalb von Polizei und Militär sowie die Schattenseiten einer Metropole, die zwischen Nachtclubs, Unterwelt und Finanzspekulation changiert. Jede Staffel verknüpft dabei einen eigenständigen Kriminalfall mit realen historischen Ereignissen und den persönlichen Konflikten der Figuren – eine Erzählstruktur, die der Serie ihre besondere Tiefe verleiht.
Wie geht es mit Staffel 5 weiter?
Nach vier veröffentlichten Staffeln – die vierte lief ab Oktober 2022 zunächst bei Sky, ab Oktober 2023 dann im Free-TV der ARD – laufen seit Frühjahr 2025 die Dreharbeiten zur fünften und laut Produktionsangaben finalen Staffel. Ein offizieller Ausstrahlungstermin steht noch nicht endgültig fest, als grober Zeitrahmen wird derzeit Sommer 2026 genannt. Ob und in welchem Umfang neue Figuren zum bestehenden Ensemble hinzustoßen, ist bislang nicht offiziell bestätigt. Fest steht jedoch: Mit dem Abschluss der Serie endet auch die Geschichte um Rath und Ritter, deren Entwicklung die Zuschauer seit knapp einem Jahrzehnt begleiten.
Für Fans, die die komplette Besetzung noch einmal in Ruhe verfolgen möchten, lohnt sich vor dem Start der letzten Staffel ein erneuter Blick auf die ersten vier Staffeln – sowohl bei Sky beziehungsweise WOW im Abonnement als auch in Teilen über die ARD Mediathek.
Häufige Fragen
Wer spielt die Hauptrollen in Babylon Berlin?
Die beiden zentralen Figuren werden von Volker Bruch als Kommissar Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter gespielt. Beide sind seit der ersten Staffel 2017 durchgängig dabei und bilden das erzählerische Rückgrat der Serie.
Wann startet Staffel 5 von Babylon Berlin?
Ein fixer Ausstrahlungstermin ist bislang nicht offiziell bestätigt. Die Produktion nennt Sommer 2026 als groben Zeitrahmen, die Dreharbeiten zur finalen Staffel laufen seit Frühjahr 2025.
Wo kann man Babylon Berlin aktuell streamen?
Alle vier bisher erschienenen Staffeln sind bei Sky beziehungsweise im Streamingdienst WOW im Abonnement abrufbar. Zusätzlich hat die ARD die Serie im Free-TV gezeigt und phasenweise in der Mediathek bereitgestellt.
Beitragsbild: KI-generiert

