Wer wissen will, wie aus dem Marineinfanteristen Leroy Jethro Gibbs der stoische NCIS-Agent wurde, den Millionen Zuschauer über zwei Jahrzehnte lang begleitet haben, bekommt mit NCIS: Origins genau diese Antwort. Die Serie füllt eine Lücke, die Fans der Mutterserie lange beschäftigt hat – und tut es mit einer ungewöhnlichen Erzählkonstruktion, die das Prequel-Format frisch hält.
Kurzzusammenfassung
- NCIS: Origins ist ein Prequel zur Erfolgsserie NCIS, das seit Oktober 2024 auf CBS läuft und die frühen Karrierejahre von Leroy Jethro Gibbs in den 1990er-Jahren erzählt.
- Austin Stowell spielt den jungen Gibbs, während Mark Harmon als ältere Version der Figur die Serie aus dem Off erzählt und damit die Brücke zur Mutterserie schlägt.
- CBS hat das Prequel bereits für eine dritte Staffel verlängert, die im Herbst 2026 mit zehn Episoden starten soll.
Handlung, Konzept und was die Serie von anderen Procedurals unterscheidet
NCIS: Origins spielt in den frühen 1990er-Jahren, als Gibbs noch Agent beim damaligen Naval Investigative Service (NIS) war – jenem Vorläufer des NCIS, dessen Name erst später geändert wurde. Die Serie verbindet klassisches Fall-Procedural mit einem übergreifenden Charakterbogen: Wie entwickelt sich ein junger, noch rauer Agent zu dem Mann, der später eine ganze Einheit prägt?
Was das Format hebt, ist die Erzählstruktur. Mark Harmon, der die Hauptserie von 2003 bis 2021 als Gibbs geprägt hat, kommentiert die Handlung als ältere Version der Figur aus dem Off. Das ist kein bloßes Stilmittel – es schafft eine emotionale Klammer zwischen Prequel und Original, die Fans der Mutterserie sofort ansprechen dürfte. Harmon ist damit nicht physisch in jeder Folge präsent, sein Auftritt als älterer Gibbs war bislang einem besonderen Crossover-Event mit der Mutterserie vorbehalten, das im November 2025 ausgestrahlt wurde.
Austin Stowell trägt die Serie als junger Gibbs. Neben ihm bilden Mariel Molino, Caleb Foote, Tyla Abercrumbie und Diany Rodriguez das Ensemble rund um das NIS-Team. Die Serie wird von CBS Studios produziert, als Showrunnerin fungiert Franchise-Kennerin Gina Lucita Monreal.
Ein inhaltlicher Bezugspunkt, der für NCIS-Kenner besonders interessant ist: Die Serie zeigt Gibbs‘ Beziehung zu seinem Mentor Mike Franks und beleuchtet, wie sein moralischer Kodex entstand – jene Regeln, die Fans der Hauptserie seit Staffel 1 kennen.
Staffeln, Episoden und aktueller Ausstrahlungsstand
Staffel 1 startete am 14. Oktober 2024 auf CBS. CBS verlängerte den ursprünglichen Auftrag bereits am 7. November 2024 auf eine volle Staffel mit 18 Folgen. Das Staffelfinale lief am 28. April 2025.
Staffel 2 wurde im Februar 2025 bestellt und startete am 14. Oktober 2025 – erneut dienstags auf CBS um 9 PM ET/PT. Nach der Winterpause kehrte die Serie am 3. März 2026 mit neuen Folgen zurück. Die endgültige Episodenzahl für Staffel 2 war zwischenzeitlich noch nicht abschließend kommuniziert; ein Branchenportal nannte 18 Episoden, während Paramount+ die Zahl zunächst als offen kennzeichnete.
Staffel 3 ist seit dem 22. Januar 2026 offiziell bestätigt. CBS hat das Prequel für die TV-Saison 2026/27 verlängert. Geplant sind zehn Episoden, der Start ist für Herbst 2026 vorgesehen – Branchenberichte gehen von spätem September oder frühem Oktober aus. Ein konkretes Datum steht noch aus. Neu im Sendeplatzgefüge: NCIS: Origins soll für Staffel 3 auf den 10/9c-Slot wechseln, während das neu angekündigte Spin-off NCIS: New York den 9-PM-Slot übernimmt.
| Staffel | Episoden | Premiere | Finale / Status |
|---|---|---|---|
| Staffel 1 | 18 | 14. Oktober 2024 | 28. April 2025 |
| Staffel 2 | ca. 18 (noch laufend) | 14. Oktober 2025 | Läuft noch |
| Staffel 3 | 10 (geplant) | Herbst 2026 (angekündigt) | Noch nicht gestartet |
Crossovers, Franchise-Verknüpfungen und der größere NCIS-Kontext
NCIS: Origins ist kein isoliertes Projekt – es ist Teil einer bewusst ausgebauten Franchise-Strategie von CBS. Das zeigt sich an mehreren Stellen. In Staffel 2 taucht Shea Buckner als junge Version von Dwayne Pride auf, der Hauptfigur aus NCIS: New Orleans. Das ist kein Cameo als Fan-Service, sondern ein narratives Signal: Das NCIS-Universum wächst zusammen, ältere Figuren werden mit neuen Zeitebenen verknüpft.
Das Crossover-Event im November 2025 mit der Mutterserie NCIS war dabei das bislang größte Format-Experiment. Für diesen Abend wurde sogar die Sendezeit getauscht: NCIS: Origins lief ausnahmsweise um 8 PM, NCIS danach um 9 PM. Mark Harmon trat dabei physisch als älterer Gibbs auf – das erste Mal, dass die beiden Zeitebenen der Serie buchstäblich aufeinandertrafen.
Dass Staffel 3 auf zehn Folgen komprimiert wird, lässt sich als Teil eines breiteren Trends lesen. Viele US-Netzwerke setzen seit einigen Jahren auf kürzere Staffeln mit höherer Episodendichte statt auf die klassische 22-Folgen-Staffel. Für eine Serie, die auf starkes Story-Arcing setzt, kann das die Erzählkohärenz sogar verbessern.
In Deutschland ist NCIS: Origins noch nicht offiziell über einen deutschen Sender oder Streaming-Dienst angekündigt worden; aktuelle Verfügbarkeit sollte lokal geprüft werden. In den USA ist die Serie auf CBS live und über Paramount+ on demand abrufbar.
Häufige Fragen
Muss man NCIS kennen, um NCIS: Origins zu verstehen?
Nein, die Serie funktioniert als eigenständiges Prequel und lässt sich auch ohne Vorkenntnisse verfolgen. Wer die Mutterserie kennt, profitiert allerdings von zahlreichen inhaltlichen Querverweisen und versteht die Entwicklung der Figur Gibbs auf einer zusätzlichen Ebene. Beide Serien ergänzen sich, ohne voneinander abzuhängen.
Spielt Mark Harmon als Gibbs in jeder Folge mit?
Nein. Mark Harmon ist hauptsächlich als Off-Erzähler beteiligt und spricht die ältere Version von Gibbs, ohne körperlich im Bild zu sein. Ein physischer Auftritt als älterer Gibbs wurde bislang nur für das Crossover-Event mit der Mutterserie NCIS im November 2025 bestätigt. Die eigentliche Hauptrolle des jungen Gibbs trägt Austin Stowell.
Wird NCIS: Origins abgesetzt?
Nein. Die Serie hat den Status einer laufenden Produktion und wurde von CBS bereits für Staffel 3 verlängert, die im Herbst 2026 starten soll. Fan-Diskussionen, die eine Absetzung vermuteten, greifen damit ins Leere. Auch die Einbindung in das wachsende NCIS-Franchise spricht für eine langfristige Planung seitens CBS.
Beitragsbild: KI-generiert
