Ein deutscher Kinostart für „Karma“ ist bislang nicht bestätigt. Fest steht bisher nur der französische Starttermin am 21. Oktober 2026, nachdem der Film zuvor als Special Screening bei den Filmfestspielen von Cannes 2026 Premiere feierte.
Kurzzusammenfassung
- Marion Cotillard ist 2026 mit gleich drei neuen Filmen präsent: dem Thriller „Karma“, dem Arthouse-Werk „Roma Elastica“ und dem abgedrehten Drama „Milo“.
- „Karma“ feierte als Special Screening bei den Filmfestspielen von Cannes 2026 Premiere und startet am 21. Oktober 2026 in den französischen Kinos.
- Ein deutscher Kino- oder Streamingtermin für die neuen Filme steht bislang für keinen der Titel fest.
- Wer die Schauspielerin neu für sich entdeckt, findet mit „La Vie en Rose“, „Rust and Bone“ und „Two Days, One Night“ drei zentrale Werke ihrer bisherigen Karriere.
Marion Cotillard gehört seit über zwei Jahrzehnten zu den prägendsten Gesichtern des französischen Kinos, und 2026 zeigt sich das besonders deutlich. Gleich drei neue Projekte tragen ihren Namen: ein Thriller, ein Arthouse-Experiment und ein Familiendrama, dessen Dreharbeiten bereits im Kasten sind. Wer wissen will, welche Filme mit Marion Cotillard aktuell laufen, welche demnächst kommen und welche älteren Werke ihre Karriere bis heute definieren, findet hier den Überblick.
„Karma“: Der neue Thriller mit Guillaume Canet
Mit „Karma“ kehrt Marion Cotillard vor die Kamera von Guillaume Canet zurück, mit dem sie bereits privat und beruflich eine lange gemeinsame Geschichte verbindet. Der Film wurde als Special Screening außer Konkurrenz bei den Filmfestspielen von Cannes 2026 gezeigt und läuft ab dem 21. Oktober 2026 in den französischen Kinos an. Ein deutscher Starttermin ist bislang nicht bekannt.
Cotillard spielt Jeanne, eine Frau, die versucht, ihrer Vergangenheit und der Justiz zu entkommen. Ihre Entscheidungen holen sie in Form einer Reihe rätselhafter, bedrohlicher Ereignisse ein. Canet knüpft mit „Karma“ stilistisch an seinen früheren Erfolgsthriller „Ne le dis à personne“ an und setzt damit erneut auf ein Genre, in dem er sich als Regisseur bewiesen hat. An Cotillards Seite stehen Denis Ménochet, Leonardo Sbaraglia und Luis Zahera in tragenden Rollen.
Die Cannes-Premiere brachte erste Reaktionen aus der Fachpresse, konsolidierte Bewertungen auf Portalen wie IMDb oder Rotten Tomatoes liegen jedoch noch nicht vor, da der reguläre Kinostart erst im Herbst folgt. Mehrere Berichte heben bereits jetzt die Intensität von Cotillards Darstellung hervor und ziehen Vergleiche zu ihren früheren Kooperationen mit Canet.
„Roma Elastica“: Cotillard im Arthouse-Kino
Deutlich experimenteller fällt „Roma Elastica“ aus, ein Projekt des Regisseurs Bertrand Mandico, der für seinen eigenwilligen, bildstarken Stil bekannt ist. Auch dieser Film lief 2026 außer Konkurrenz in Cannes und bewegt sich formal zwischen Dramedy und surrealem Kunstfilm.
Im Zentrum stehen elastische, verfremdete Körperbilder, mit denen Mandico Fragen von Weiblichkeit und Identität verhandelt. Der Regisseur mischt dabei Humor, Groteske und poetische Bildsprache zu einem Werk, das sich klar an ein Festival- und Arthouse-Publikum richtet statt an den Massenmarkt. Für Cotillard ist es damit erneut ein Ausflug in ein Genre abseits des klassischen Erzählkinos, wie sie es bereits mit Filmen wie „Annette“ unternommen hat.
Konkrete Kinotermine für Frankreich, Deutschland oder eine Streaming-Auswertung stehen noch nicht fest. Der Film befindet sich derzeit ausschließlich im Festivalumlauf, was bei stilistisch anspruchsvollen Produktionen dieser Art keine Seltenheit ist.
„Milo“: Abgedreht, aber ohne Starttermin
Ein drittes Projekt, das 2026 mit Cotillards Namen verknüpft ist, trägt den Titel „Milo“ und entsteht unter der Regie von Nicole Garcia. Die Schauspielerin selbst hat in einem Interview bestätigt, dass die Dreharbeiten bereits abgeschlossen sind. Der Film befindet sich damit in der Postproduktion.
Ein Kino- oder Streamingtermin ist bislang nicht veröffentlicht, ebenso wenig Details zu einer möglichen Festivalpremiere. Nicole Garcia hat in der Vergangenheit mehrfach mit großen Namen des französischen Kinos gearbeitet, sodass „Milo“ durchaus Potenzial für eine prominente Erstaufführung hat. Wer den Film verfolgen möchte, sollte insbesondere die Programme großer Festivals im Winter und Frühjahr im Blick behalten, da Nicole Garcias Werke häufig dort ihre Premiere feiern.
Weitere angekündigte Projekte
Neben den drei genannten Filmen kursieren zwei weitere Titel im Zusammenhang mit Cotillards Karriere. „L’Enragé“ wird in ihrer Filmografie als Projekt ohne festen Veröffentlichungstermin geführt, befindet sich also ebenfalls noch in einem frühen Produktionsstadium. Zudem hat Cotillard in einem Interview angekündigt, Anfang 2027 mit Regisseur Yuval Adler an einem Film namens „Job“ zu drehen. Die Dreharbeiten haben Stand heute noch nicht begonnen, der Titel ist also klar als Zukunftsprojekt einzuordnen und nicht mit den bereits abgedrehten oder gezeigten Werken zu verwechseln.
Ihr jüngster Film: „La Tour de Glace“
Bereits 2025 erschienen ist „La Tour de Glace“ (internationaler Titel „The Ice Tower“) unter der Regie von Lucile Hadžihalilović. Cotillard übernimmt darin die Doppelrolle einer geheimnisvollen Cristina, die zugleich als moderne Schneekönigin gelesen werden kann. Der Film zählt zu ihren zuletzt abgeschlossenen Arbeiten und zeigt erneut ihre Vorliebe für stilistisch eigenwillige Regisseurinnen und Regisseure, die das klassische Erzählkino bewusst unterlaufen.
Klassiker ihrer Karriere zum Wiederentdecken
Wer nach den aktuellen Projekten Lust bekommt, tiefer in Cotillards Filmografie einzusteigen, kommt an einigen Schlüsselwerken nicht vorbei. „La Vie en Rose“ brachte ihr als Édith Piaf 2008 den Oscar als beste Hauptdarstellerin ein und bleibt bis heute ihre international bekannteste Rolle. In „Rust and Bone“ spielte sie an der Seite von Matthias Schoenaerts eine Orca-Trainerin, die nach einem Unfall ihr Leben neu ordnen muss, ein Film, der ihre physische wie emotionale Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll zeigt.
Mit „Two Days, One Night“ der Dardenne-Brüder bewies sie zudem, wie überzeugend sie auch in reduzierten, sozialrealistischen Inszenierungen wirkt. Diese drei Filme bilden zusammen mit ihren Auftritten in Cannes-Sektionen wie „Annette“, „Frère et sœur“ und „Little Girl Blue“ das Rückgrat einer Karriere, die konsequent zwischen großem internationalem Kino und anspruchsvollem Autorenfilm pendelt.
Streaming und Verfügbarkeit in Deutschland
Für die neuen Titel „Karma“, „Roma Elastica“, „Milo“ und „L’Enragé“ liegt aktuell keine bestätigte deutsche Streaming- oder Kinoauswertung vor. Das ist bei französischen Produktionen, die zunächst über Cannes und den heimischen Markt laufen, ein üblicher Ablauf. Erfahrungsgemäß folgt eine internationale Auswertung, sofern überhaupt vorgesehen, erst Monate nach dem französischen Kinostart.
Für ältere Werke wie „Annette“, „Rust and Bone“ oder „Two Days, One Night“ existieren zwar internationale Streamingangebote, eine verlässliche, tagesaktuelle Übersicht für den deutschen Markt lässt sich jedoch nicht pauschal angeben, da sich Lizenzen zwischen Anbietern regelmäßig ändern. Wer einen bestimmten Titel sucht, sollte die Verfügbarkeit direkt bei den gängigen Streamingdiensten prüfen.
Häufige Fragen
Wann kommt „Karma“ mit Marion Cotillard in die deutschen Kinos?
Welche Rolle spielt Marion Cotillard in „Karma“?
Sie verkörpert Jeanne, eine Frau, die vor der Justiz und ihrer eigenen Vergangenheit flieht und dabei in eine Reihe rätselhafter, bedrohlicher Ereignisse gerät. An ihrer Seite spielen unter anderem Denis Ménochet, Leonardo Sbaraglia und Luis Zahera.
Ist „Milo“ mit Marion Cotillard schon fertig gedreht?
Ja, die Dreharbeiten unter der Regie von Nicole Garcia sind laut Cotillards eigenen Angaben bereits abgeschlossen. Der Film befindet sich derzeit in der Postproduktion, ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.
Für welchen Film hat Marion Cotillard den Oscar gewonnen?
Marion Cotillard erhielt den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle als Édith Piaf in „La Vie en Rose“ aus dem Jahr 2007. Diese Auszeichnung machte sie international bekannt und ebnete ihr den Weg für zahlreiche Hollywood-Produktionen.
Beitragsbild: KI-generiert

